Palliativmedizin

Patientinnen und Patienten, die an einer nicht heilbaren Erkrankung leiden, sind oftmals Schmerzen und anderen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Verwirrtheit ausgesetzt. Die Lebensqualität dieser Menschen kann außerdem durch psychische, soziale und spirituelle Sorgen beeinträchtigt werden.

Viele Patientinnen und Patienten wünschen, in der häuslichen, zumindest aber in gewohnter Umgebung zu sterben. Sie möchten nicht allein gelassen werden und nicht unter Schmerzen leiden müssen. Es ist ein anerkanntes gesellschaftliches Ziel, diesen Wünschen nachzukommen, den schwer kranken Patientinnen und Patienten einen würdigen Lebensraum zu schaffen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen.

Palliativmedizin ist ein vom Respekt vor der Würde und Selbstbestimmung des Sterbenden geprägter multidisziplinärer Behandlungs- und Betreuungsansatz, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Leid zu lindern und eine möglichst gute Lebensqualität bis zum Tod zu gewährleisten.

Zur Verbesserung der ambulanten Versorgung erhalten die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seit 1. April 2007 einen eigenständigen Anspruch auf eine „spezialisierte ambulante Palliativversorgung“.

Hierbei handelt es sich um ärztliche und pflegerische Leistungen, die von so genannten Palliative Care Teams erbracht werden – bei Bedarf rund um die Uhr. Diese Leistungen sind primär medizinisch ausgerichtet und umfassen die Befreiung von Schmerzen und die Linderung anderer belastender Symptome wie Luftnot, Übelkeit oder Erbrechen.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung soll Versicherten ermöglichen, bis zum Tode in der vertrauten häuslichen Umgebung betreut zu werden. Der neue Leistungsanspruch steht Palliativpatienten mit einer begrenzen Lebenserwartung zu, die einen besonderen Versorgungsbedarf (zum Beispiel aufgrund einer besonderen Schwere und Häufung unterschiedlicher Symptome) aufweisen und dennoch ambulant versorgt werden könnten.

(Quelle: Redaktionsbuero, Bundesministerium für Gesundheit )


Dr. Schardt und Dr. Azeh sind beide qualifizierte Palliativmediziner und bieten ihren Patienten die spezialisierte ambulante Palliativversorgung an. Neben der engen Zusammenarbeit mit anderen am Palliativnetz-Gelsenkirchen beteiligten Institutionen, sind wir auch Mitglieder der besonders qualifizierten Palliativärzten (QPA), die im „Palliativen Konsiliardienst (PKD) Gelsenkirchen organisiert sind und rund um die Uhr beratend und betreuend zur Verfügung stehen. Diese geschieht weiterhin in den bestehenden Strukturen, insbesondere durch Vertragsärzte, Pflegedienste und stationäre Einrichtungen.

Mit unseren ambulanten und stationären Angeboten in Gelsenkirchen wollen wir die Sterbephase aus den Krankenhäusern heraus in das häusliche beziehungsweise in ein vergleichbares Umfeld zurückholen.

Kontakt und Information:
Palliativer Konsiliardienst (PKD) Gelsenkirchen
Rotthauser Str. 19, 45879 Gelsenkirchen
Tel. 0209 / 40 24 48 91
Fax 0209 / 44 05 37 0
e-mail: pkd@qpg.de
web:http://qpg.de/


Palliativversorgung - Palliativnetz Gelsenkirchen
Hier ein Link zur PDF-Infoblatt

Ärztekammer WL Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie St. Josef-Hospital Deutsche Krebshilfe